Für die Bewältigung drängender Fragen unserer Zeit kommt optischen und photonischen Technologien eine wichtige Schlüsselrolle zu. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Umsetzung ihrer lichtbasierten Forschungsvorhaben zu begleiten und sie bei der Umsetzung in marktfähige Produkte zu unterstützen, ist Ziel des Digital Innovation Hub Photonics (DIHP). Am 23. Mai 2022 präsentierten zahlreiche Teams ihre Erfolg versprechenden Ideen einer Expertenjury aus Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der DIHP Pitches 2022 in Jena. Unter den Gewinnern des diesjährigen DIHP Pitches sind auch zwei Teams aus dem Leibniz-IPHT.
 
Die Umsetzung innovativer Forschungsideen zu beschleunigen und neuen Entwicklungen den Weg zu ebnen, um die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft mithilfe von Photonik zu lösen, steht im Zentrum des DIHP. Zwölf Teams aus der ganzen Welt nutzten die Gelegenheit, in fünf Minuten-Pitches ihre Ansätze und Projekte beim vierten DIHP-Wettbewerb zu präsentieren und zu zeigen, wie dies erfolgreich gelingen kann.
 
Unter den Preisträgern des diesjährigen Pitches sind zwei Teams aus dem Leibniz-IPHT:
 
Das DeepEn-Team um Dr. Sergey Turtaev, Patrick Westermann, Dr. Jiri Hofbrucker und Dr. Hana Čižmárová aus der Abteilung Faserforschung und -technologie des Leibniz-IPHT arbeitet an der Zukunft der Neurowissenschaft. Eine am Institut entwickelte innovative und haarfeine Endoskopie-Technologie, mit deren Hilfe Gehirnstrukturen untersucht und damit die Ursachen von Parkinson oder Alzheimer noch besser erforscht werden können, soll in ein marktreifes und anwenderfreundliches Produkt überführt werden. Mit dem gewonnenen Forschungsbudget in Form von fachlicher Unterstützung durch Photonik-Experten werden die Forschenden das endoskopische System noch zuverlässiger und stabiler machen, um das Endprodukt sowie ihre Ausgründung aus dem Leibniz-IPHT weiter voranzubringen.
 
Auch das openUC2-Team (You. See. Too) um Dr. Benedict Diederich und René Lachmann aus der Abteilung Mikroskopie profitiert von der diesjährigen Teilnahme am DIHP Pitch. Mit Unterstützung externer Partner sowie durch Kundenfeedback wird das Leibniz-IPHT-Team seine Idee des Mikroskop-Baukastensystems UC2, bei dem sich mittels eines 3D-Druckers einfach und kostengünstig Mikroskope abgestimmt auf die jeweilige Anwendung maßschneidern lassen, erfolgreich fortentwickeln. Das marktorientierte Mentoring soll dem Team helfen, sich auf den weltweiten Bildungsmarkt im Bereich der Naturwissenschaften, aber auch im Labor der Spitzenforschung besser zu fokussieren, indem es aus den bisherigen Ideen skalierbare Instrumente macht.
 
Über den DIHP
 
Um innovativen Ideen zum Durchbruch zu verhelfen, unterstützt der DIHP seit 2019 Forschende und Gründungsinteressierte bei ihren Forschungsvorhaben und Projektideen. Seit 2022 besteht das Konsortium des DIHP aus folgenden Einrichtungen: Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF, Abbe Center of Photonics (ACP), Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI), Helmholtz-Institut Jena (HI-J) sowie dem Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT).
 
Im Bild:
Das DeepEn-Team konnte sich neben vier weiteren Gewinnern im DIHP Pitch 2022 als einer der Preisträger Forschungsbudget für seine weitere Arbeit sichern
v. l. n. r.: Patrick Westermann, Dr. Hana Čižmárová, Dr. Sergey Turtaev, Dr. Jiri Hofbrucker