Programmierbare Photonik und optisches Rechnen 

Unsere Forschung

Wir bringen Licht zum Rechnen, damit optische KI in die Klinik kommt. Dafür verbinden wir unterschiedliche wissenschaftliche Zugänge: von neuromorpher Photonik über nichtlineare Frequenzmischung bis hin zu programmierbaren Fasern und photonischen Systemen.  

Neuromorphe Photonik: Wir erforschen das Anwendungspotenzial intelligenter photonischer Systeme, die programmierbare optische Bauelemente mit Methoden des maschinellen Lernens und der nichtlinearen Photonik verbinden. Ziel ist es, optische Lernsysteme zu entwickeln, die Daten ultraschnell, energieeffizient und dynamisch verarbeiten und dabei autonom auf ihre Umgebung reagieren oder komplexe Datenanalysen im optischen Bereich durchführen können. Unsere Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Physik, Datenwissenschaft und Biophotonik. 

Nichtlineare Frequenzmischung: Wir nutzen komplexe nichtlineare Wellendynamik, wie Superkontinuumsgeneration, zur Funktionalisierung optischer Systeme. Besonders im Fokus stehen neuromorphe, gehirninspirierte Konzepte der Informationsverarbeitung, bei denen die optische Wellenausbreitung und deren intrinsische Nichtlinearität selbst als Rechenressource genutzt werden, um Verarbeitungsschritte direkt im optischen Informationsraum durchzuführen, statt in nachgelagerten elektronischen Recheneinheiten. 

Programmierbare Fasern und Photonik: Darüber hinaus entwickelt die Nachwuchsgruppe Smart Photonics adaptive faserbasierte und wellenleiterintegrierte photonische Systeme, die vielseitig rekonfigurierbar sind. Programmierbare photonische Bauelemente gestalten wir so, dass sie neue Bildgebungs- und Sensorlösungen ermöglichen oder als analoge Rechenstrukturen dienen. Diese Systeme bilden die Grundlage für intelligente Sensoren und Mikroskope, die diagnostische Aufgabenbeschleunigen und automatisieren können. Mit ihrem interdisziplinären Ansatz trägt die Nachwuchsgruppe zur Entwicklung autonomer Mess- und Rechensysteme bei, insbesondere für medizinische Diagnostik, Sensorik und energieeffiziente Informationsverarbeitung. 

“Mein Team und ich erforschen mit Lichtwellen den buchstäblichen Geistesblitz.”  - Mario Chemnitz

Forschungsschwerpunkte

Programmierbare &
adaptive Photonik 

Rekonfigurierbare photonische Plattformen auf Basis adaptiver Faser- und Wellenleitertechnologien 

Nichtlineare Wellendynamik &
optische Funktionalität 

Erforschung nichtlinearer Wellenphänomene zur Realisierung neuer optischer Zustände und Funktionen 

Neuromorphe
optische Prozessoren 

Analoge, lichtbasierte Rechenkonzepte für neuromorphe Informationsverarbeitung und optisches Computing 

Intelligente Sensorik &
Bildgebung

Photonische Sensor- und Mikroskopsysteme mit optischer Signalverarbeitung und lernenden Algorithmen, insbesondere für Anwendungen im Gesundheitsbereich 

Kooperationen und Netzwerke

Die Nachwuchsgruppe Smart Photonics ist in interdisziplinäre Forschungsvorhaben eingebunden und arbeitet eng mit Partnern aus Photonik, Datenwissenschaft, Physik und Biophotonik zusammen. Mit der Junior-Professur für Intelligente Photonische Systeme von Nachwuchsgruppenleiter Prof. Mario Chemnitz besteht eine enge Anbindung an die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Innerhalb des Leibniz-IPHT besteht eine starke Vernetzung mit Forschungsabteilungen der Faserphotonik, Spektroskopie/Bildgebung, Photonic Data Science sowie mit Forschenden auf dem Gebiet der Mikrofluidik. Dies ermöglicht es, den gesamten Workflow von der theoretischen Konzeption über die technologische Umsetzung bis zum experimentellen Benchmarking abzudecken. 

Kooperationen, u.a. mit Max-Planck-Instituten in Deutschland sowie mit Forschungsinstitutionen in Frankreich und Kanada, unterstützen insbesondere die Entwicklung adaptiver photonischer Bauelemente, neuromorpher Rechenkonzepte und intelligenter Sensorsysteme. Durch die Verbindung von Grundlagenforschung und anwendungsorientierter Entwicklung trägt die Nachwuchsgruppe dazu bei, neue Konzepte der intelligenten Photonik in Richtung autonomer Mess- und Verarbeitungssysteme weiterzuentwickeln. 

Ausgewählte Projekte

Faseroptische Rechensysteme für autonome Bild- und Signalanalyse

SINABSE: Superkontinuumsbasierte, faser-integrierte neuronale Netzwerke für die autonome, optische Bild- und Signalerkennung

Logo der Carl-Zeiss-Stiftung

Neue Infrastruktur für multispektrale und intelligente optische Diagnostik

Laser4IPHT: Ausbau der Laser-Infrastruktur am Leibniz-IPHT für die IR-Mikroskopie der nächsten Generation

Logo Freistaat Thüringen
Banner für Projekte, kofinanziert durch die EU

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