Auf der diesjährigen Photonics Europe präsentiert das IPHT auf dem Photonics4Life-Stand mit dem Bio Particle Explorer ein Beispiel guter interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Der Bio Particle Explorer

Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) hat in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Gerät entwickelt, mit dessen Hilfe man Keime und Bakterien schnell charakterisieren kann.

Der sogenannte Bio Particle Explorer kann durch ein spektroskopisches Messverfahren feststellen, ob, mit welchen und mit wie vielen Keimen Patientenproben wie Blut, Urin, oder Luft oder Wasser belastet sind. Anwendungsgebiete sind Krankenhäuser und dort insbesondere Operationssäle, aber auch die Lebensmittelüberwachung.

Bislang konnten eventuelle vorhandene Erreger, wie Bakterien, Viren und Pilze nur durch eine mehrere Tage dauernde Kultivierung aufgespürt werden. Eine DNA-Analyse erfolgt schneller, kann aber nur nach im Vorfeld bestimmten Bakterien suchen.

Der Bio Article Explorer basiert auf der Raman-Spektroskopie, mit deren Hilfe ein „molekularer Fingerabdruck“ des Erregers erstellt werden kann. Durch den Abgleich mit einer Datenbank, vergleichbar mit einer „Verbrecherkartei“ können die aufgespürten Keime und Bakterien eindeutig detektiert werden.

Unter Photonics4Life, dem europäischen Exzellenznetzwerk für Biophotonik, haben sich 13 Forschungsinstitute mit Partnern aus der Industrie zusammengeschlossen, um die Potenziale der Biophotonik in Europa bestmöglich zu erschließen und voranzubringen. Das Netzwerk wurde von der EU innerhalb des 7. Rahmenprogramms gefördert. www.photonics4life.eu

 

Photonics Europe

15. – 16. April 2014, Brüssel

Stand IV 2, 4 & 6 (European Networks)