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Raman-Spektroskopie: Forschung an der Spitze

Mikroskope eröffnen uns Einblick in Zellen und die darin ablaufenden biochemischen Prozesse. Vorgänge, die sich innerhalb einzelner Moleküle, also auf wesentlich kleineren Skalen, abspielen, sind das Forschungsgebiet von Dr. Marie Richard-Lacroix. Mit Hilfe der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie untersucht die Wissenschaftlerin vom Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena Moleküle im Nanometerbereich. Für ihre herausragenden Forschungsarbeiten wurde sie während der International Conference on Raman Spectroscopy (ICORS) mit dem „Raman Award for the Best Junior Researcher“ ausgezeichnet.

Marie Richard-Lacroix kam 2016 aus Kanada nach Jena, um in der Arbeitsgruppe von Volker Deckert zu forschen. Foto: S. Döring / Leibniz-IPHT

Der Raman Award ist eine Auszeichnung für die Leistungen der Nachwuchswissenschaftlerin, die auf dem Gebiet der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie forscht. Foto: ICORS

Die Forschungsarbeiten von Doktorandin Annika Düver wurden mit einem Posterpreis geehrt. Foto: ICORS

Seit 2016 forscht Dr. Marie Richard-Lacroix in der Gruppe von Prof. Volker Deckert an der Universität Jena und am Leibniz-IPHT auf dem Gebiet der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie (engl. tip-enhanced Raman spectroscopy – TERS). Die lichtbasierte Untersuchungsmethode liefert neben der Information über die chemische Zusammensetzung einer Probe eine extrem hohe räumliche Auflösung. Die gewonnenen Daten nutzt die Chemikerin, um molekulare Reaktionsmechanismen aufzuklären. „Jena sticht als herausragender Ort für Optik und Spektroskopie international hervor. Der interdisziplinäre Forschungsfokus, exzellente Laborausstattung und die gute Vernetzung mit Kooperationspartnern sind ideale Bedingungen, um mein eigenes Forschungsthema auszubauen“, beantwortet die gebürtige Kanadierin die Frage, warum sie sich entschieden hat nach ihrer Promotion nach Jena zu kommen. 

Die Anzahl und Qualität ihrer wissenschaftlichen Veröffentlichungen sind ebenso beeindruckend wie die zahlreichen Auszeichnungen, die die junge Forscherin bisher erhalten hat. „Darüber hinaus ist Marie eine geschätzte Ansprechpartnerin in meiner Arbeitsgruppe und engagiert sich in der Lehre. Ich freue mich über ihre Auszeichnung mit dem angesehenen „Raman Award“. Es ist ein wichtiger Schrittauf dem Weg zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Karriere, die ich sehr gerne unterstütze“, so Deckert.

Annika Düver, die im Rahmen ihrer Doktorarbeit ebenfalls am Leibniz-IPHT forscht, erhielt während der Konferenz einen Preis für ihr Poster mit dem Thema „Microbiological Uptake of Hydrogen and Release of Nitrogen – Monitored by Raman Gas Spectroscopy“. Die 26th International Conference on Raman Spectroscopy fand vom 26. bis 31. August 2018 in Jeju, Korea statt. Seit 2014 werden die Raman Awards an führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Raman-Spektroskopie verliehen. 

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