Photonics meets Life Sciences
Eine gemeinsame Veranstaltung des IPHT Jena mit dem Forschungsschwerpunkt Biophotonik im Rahmen des Programms „Jena – Stadt der Wissenschaft 2008“ unter Schirmherrschaft der Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan.
Im Bereich der Biophotonik entwickelt sich ein zukunftsweisendes Forschungsfeld, welches zum einen ganz neue Möglichkeiten in der Medizin, zum anderen große Marktchancen eröffnet.
Seit der Erfindung des Mikroskops konnten optische Technologien wiederholt die Erkenntnisse und Methoden der Medizin revolutionieren und damit entscheidend zur modernen Gesundheitsversorgung beitragen. Für die kommenden Jahre wird die Biophotonik einen ähnlichen richtungsweisenden Impuls geben. Die Fachdisziplin nutzt modernste optische Methoden, um Volkskrankheiten wie Krebs und Infektionen in ihren Ursachen zu verstehen, deren Anzeichen früher zu erkennen und neue hocheffiziente Therapiemethoden zu entwickeln.
Um solche Durchbrüche zu ermöglichen, müssen Forscher, Ingenieure und Ärzte jedoch eng zusammenarbeiten und hergebrachte Barrieren zwischen den Disziplinen überwinden.
Diesen Dialog voranzutreiben, ist ein wichtiges Anliegen des Forschungsschwerpunktes Biophotonik. Zu diesem Zweck veranstaltet er seit 2004 regelmäßige Symposien, von denen bereits zwei in Jena stattgefunden haben. Der Austausch zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen war bisher allerdings eher technologieorientiert. Dies soll sich nun ändern, da nur durch eine bessere Kommunikation der „Technologieprovider“ in den optischen Technologien mit den Anwendern in den Lebenswissenschaften und der Medizin die großen Herausforderungen zu meistern sind, denen sich die Biophotonik stellt.
Vor diesem Hintergrund will die Veranstaltung „Photonics meets Life Sciences“, die in diesem Jahr gemeinsam vom IPHT und dem Forschungsschwerpunkt Biophotonik organisiert wird, am Beispiel Biophotonik zeigen, wie durch eine sinnvolle interdisziplinäre Vernetzung von Forschungsaktivitäten Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gleichermaßen profitieren können. Die Veranstaltung stellt erfolgreiche Forschungsinitiativen vor und bietet Gelegenheit zum Austausch über neue Chancen und künftige Handlungsfelder.
„Photonics meets Life Sciences“ bringt nicht nur Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter unterschiedlicher Disziplinen bzw. Branchen zusammen, sondern präsentiert das innovative Feld der Biophotonik auch dem breiten Publikum, denn es stehen auch ein öffentlicher Abendvortrag und eine öffentliche Wissenschaftsbörse auf dem Programm. Ersterer vermittelt die Geschichte der Biophotonik, die in Jena historisch gewachsen und untrennbar mit Namen Thüringer Forschungsgrößen wie Carl Zeiss, Ernst Abbe, Otto Schott oder Ernst Haeckel und Matthias Schleiden verbunden ist, letztere vermittelt anhand von Experimenten und Postern die Grundbegriffe aus Biologie und optischer Technologie und verdeutlicht beispielhaft den Nutzen für Patienten, Gesellschaft und Wirtschaft. Solche Angebote für die interessierte Bevölkerung haben schon immer die Biophotonik-Symposien begleitet, doch in diesem Jahr möchten die Veranstalter damit einen prominenten Beitrag zum Programm der „Stadt der Wissenschaften 2008“ leisten.
Hier geht es zur Website der Veranstaltung.
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