Klimaschutz und Pandemievorsorge: Das Leibniz-IPHT engagiert sich in zwei von drei Leibniz-Labs. Die interdisziplinären Plattformen vereinen die Kompetenzen der Leibniz-Gemeinschaft, um drängende gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimaschutz, die Erhaltung der Biodiversität und die Pandemiebekämpfung anzugehen.

Innovation durch Kooperation

Das Konzept der Leibniz-Labs zielt darauf ab, zukunftsweisende Lösungen in den Bereichen Gesundheit, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Resilienz zu entwickeln. Mit einer Förderung von insgesamt drei Millionen Euro über drei Jahre setzt die Leibniz-Gemeinschaft auf die Bündelung von Wissen und technologischer Expertise.

„Unser Wissen ist unerlässlich, um den wachsenden globalen Herausforderungen zu begegnen“, betont Prof. Dr. Martina Brockmeier, Präsidentin der Leibniz-Gemeinschaft. Mit den Leibniz-Labs hat die Leibniz-Gemeinschaft ein Format geschaffen, das die Kompetenzen zahlreicher Institute vereint und gezielt Stakeholder aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einbindet.

Fokus: Pandemievorsorge und systemische Nachhaltigkeit

Das Leibniz-IPHT bringt seine Expertise in zwei der drei neuen Labs ein. Im Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit: Biodiversität, Klima und Landwirtschaft vereinen“, steht die Balance zwischen Biodiversität, Klimaschutz und Landwirtschaft im Mittelpunkt. Es werden Wege erforscht, wie Biodiversität erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Landwirtschaft gefördert werden können. Das Leibniz-IPHT unterstützt dies durch die Integration von Wissen, das Management von Forschungsdaten und die Vernetzung wissenschaftlicher Infrastrukturen.

Das Leibniz-Lab „Pandemic Preparedness“ setzt auf einen integrativen One Health-Ansatz, der die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt gemeinsam betrachtet. Ziel ist es, Mechanismen und Instrumente zu entwickeln, die eine resiliente Vorbereitung auf zukünftige Pandemien ermöglichen. Das Leibniz-IPHT trägt hierzu mit lichtbasierten Technologien bei, um präzise, schnelle und kostengünstige Lösungen für die Diagnostik zu schaffen.

One Health-Ansatz auf der MEDICA vorgestellt

Auf der MEDICA 2024 in Düsseldorf stellte Dr. Jens Hellwage, Geschäftsführer des Leibniz-Zentrums für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) und Mitglied im Steering Committee des Leibniz Lab Pandemic Preparedness, den One Health-Ansatz vor. „Die multidisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Leibniz Lab ist ein wesentlicher Schritt, um auf globale Gesundheitsbedrohungen schneller und effektiver reagieren zu können“, so Hellwage. „Unser Ziel ist es, nachhaltige Strukturen zu schaffen, die nicht nur den Gesundheitssektor stärken, sondern auch Bildungsinstitutionen in ihrer Funktion als wichtige Akteure der Gesellschaft widerstandsfähiger machen.“