Das Kuratorium des Leibniz-Institutes für Photonische Technologien (IPHT) hat in seiner heutigen Sitzung die Wiederbestellung des wissenschaftlichen Direktors und Vorstandssprechers beschlossen. Damit bleibt Professor Popp für weitere fünf Jahre im Amt.

„Jürgen Popp hat die Weiterentwicklung des IPHT zu einer exzellenten und weltweit beachteten Forschungseinrichtung stetig vorangetrieben. Dies hat sich unter anderem mit der Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft in 2014 gezeigt“, würdigt der Kuratoriumsvorsitzende Dr. Bernd Ebersold, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, die Leistungen des wissenschaftlichen Direktors.

Popp ist seit 2005 Bereichsleiter und seit 2006 Wissenschaftlicher Direktor des IPHT, damals noch Institut für Physikalische Hochtechnologie. In seiner ersten Amtszeit wurde die inhaltliche und strukturelle Neuausrichtung des Institutes eingeleitet. Der Forschungsfokus liegt seitdem auf photonischen Technologien. In den vergangenen fünf Jahren hat er sich neben der weiteren fachlichen Profilierung des Institutes den Themen Nachwuchsförderung und Erhöhung des Frauenanteils gewidmet.

„Ich freue mich, dass mein eingeschlagener Kurs auf Anerkennung stößt und ich ihn weiterführen kann“, so Popp. „In den nächsten Jahren wird unser Fokus auf der translationalen Forschung liegen, um die Leistungsfähigkeit unserer biophotonischen Technologien der Bevölkerung zugute kommen zu lassen.“

Neben seiner Tätigkeit am IPHT hat Popp an der Friedrich-Schiller-Universität Jena den Lehrstuhl für Physikalische Chemie inne.

Nach seinem Studium der Chemie an den Universitäten in Erlangen und Würzburg, das er 1995 mit der Promotion abschloss, und einem Forschungsaufenthalt an der Yale Universität in den USA habilitierte er 2000 in Würzburg. 2001 erhielt er im Alter von nur 35 Jahren den Ruf nach Jena. 2012 erhielt Popp von der Babes-Bolyai Universität Cluj-Napoca in Rumänien eine Ehrendoktorwürde. Zu seinen wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkten zählt die innovative frequenz-, zeit- und ortsaufgelöste Laserspektroskopie zur Lösung biophotonischer und materialwissenschaftlicher Fragestellungen.
 
Besonders stark engagiert sich Popp auf dem Fachgebiet der Biophotonik, also der Anwendung lichtbasierter Technologien auf Fragestellungen in Medizin und Lebenswissenschaften. So ist er Sprecher des BMBF-Forschungsschwerpunktes Biophotonik, Sprecher des Leibniz-Forschungsverbundes für Medizintechnik, Koordinator des europäischen Exzellenznetzwerkes Photonics4Life, Vorstandsmitglied des Jenaer Forschungscampus InfectoGnostics sowie Gründer und Herausgeber des Journal of Biophotonics. Außerdem berät er als Mitglied im Programmausschuss „Optische Technologien“ das Bundesforschungsministerium.

Pressekontakt:
Britta Opfer
Telefon: +49 (0) 3641 206 033
E-Mail: britta.opfer@ipht-jena.de

Quelle: IPHT Jena/S. Döring

Quelle: IPHT Jena/S. Döring