IPHT-Wissenschaftler Herbert Stafast erneut zum außerordentlichen Professor berufen
Das Jenaer Institut für Photonische Technologien (IPHT) setzt seine erfolg-reiche Zusammenarbeit mit der Universität Stellenbosch fort: Bereits zum fünften Mal ist Prof. Dr. Herbert Stafast zum Außerordentlichen Professor der renommierten südafrikanischen Hochschule ernannt worden. Auch in den kommenden drei Jahren wird er die gemeinsamen Forschungsprojekte des dortigen Laser Research Institute und des IPHT intensiv begleiten.
Der Professor für Angewandte Lasertechniken an der Universität Jena leitete von 1993 bis 2007 den Forschungsbereich Lasertechnik des IPHT und ist heute Wissenschaftlicher Koordinator des Institutes. Seine wissenschaftlichen Arbeiten betreffen u. a. den Laser als subtiles Werkzeug in der Dünnschichttechnik und als kontaktfreie Sonde in der Laserdiagnostik. Auf diesem Gebiet sei die Zusammenarbeit mit Stellenbosch eine echte Bereicherung, freut sich Stafast: „Wir ergänzen uns von der apparativen Ausstattung her sehr gut und tauschen natürlich auch viele Ideen aus“. Zum Beispiel, wenn es um die Untersuchung von Calciumfluorid geht. Dies ist ein besonders hochwertiges optisches Material für den Ultraviolett (UV)- und Vakuum-UV-Spektralbereich. Einsatz findet es u. a. in Laserfenstern und Linsen. „Die heutigen Lichtquellen mit ihren hohen Laserpuls-Intensitäten stellen enorme Anforderungen an die optischen Bauteile“, erläutert Stafast. Deshalb untersuchen er und seine Kollegen intensiv, wie sich die Struktur und die Eigenschaften von Calciumfluorid unter diesen Belastungen verändern, um Aussagen über seine Langzeitlichtbeständigkeit machen zu können – für Materialhersteller wie z. B. Hellma (zuvor Schott Lithotec), sehr wichtige Informationen.
Stafast ist seit der Gründung des Laser Research Institutes im Jahr 2000 an dessen Entwicklung beteiligt. Die Einrichtung in Stellenbosch ist die einzige in Südafrika, die Laserphysik als Studiengang anbietet. Hier ist Stafast, der selbst in Frankfurt am Main studierte und zu dessen wissenschaftlichen Stationen u.a. das Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching, die Universität Zürich und das Battelle-Institut in Frankfurt/M. zählen, ein gefragter Partner. Er brachte seine Erfahrungen u. a. als externer Verfasser von regelmäßigen Statusberichten ein, die als Grundlage für die weitere Entwicklung des südafrikanischen Institutes dienten, und erstellte weitere Gutachten und Empfehlungen.
Die wissenschaftliche Bilanz der Zusammenarbeit kann sich ebenfalls sehen lassen: Vier gemeinsame Doktorarbeiten konnten bisher abgeschlossen werden. 12 Publikationen sind bereits erschienen, eine Reihe weiterer ist in Vorbereitung. Seit 2007 haben die Universität Stellenbosch und das IPHT eine offizielle Kooperationsvereinbarung und seitdem ist auch Stafasts IPHT-Kollege Prof. Hartmut Bartelt mit im Boot. Der Faserexperte hat die erste binationale Doktorarbeit der Physikalisch-Astronomischen Fakultät betreut und sich an gemeinsamen Veröffentlichungen beteiligt.
Der Außerordentliche Professor Stafast freut sich vor allem für die jungen Wissenschaftler, dass sie in der Zusammenarbeit mit Stellenbosch nicht nur neue Forschungsanregungen erhalten, sondern auch interessante Auslandserfahrungen sammeln können. Und auch er selbst gibt vor dem Aufbruch zu seinem schon traditionellen dreiwöchigen Herbst-Aufenthalt mit einem Augenzwinkern zu: Es gibt weniger attraktive Gegenden für eine internationale Zusammenarbeit als die sonnenverwöhnte Weinregion Stellenbosch.
Kontakt
Cookies & Skripte von Drittanbietern
Diese Website verwendet Cookies. Für eine optimale Performance, eine reibungslose Verwendung sozialer Medien und aus Werbezwecken empfiehlt es sich, der Verwendung von Cookies & Skripten durch Drittanbieter zuzustimmen. Dafür werden möglicherweise Informationen zu Ihrer Verwendung der Website von Drittanbietern für soziale Medien, Werbung und Analysen weitergegeben.
Weitere Informationen finden Sie unter Datenschutz und im Impressum.
Welchen Cookies & Skripten und der damit verbundenen Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten stimmen Sie zu?
Sie können Ihre Einstellungen jederzeit unter Datenschutz ändern.