Oberflächen dienen heutzutage nicht mehr nur als mechanische Barriere und Gestaltungselement, sondern müssen immer höheren Ansprüchen genügen und zusätzliche Funktionen aufweisen. Dabei rücken verbesserte Funktionalität und eine klimafreundliche Produktion immer mehr in den Fokus, um Kundenakzeptanz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Industrielle Beschichtungen für Möbeloberflächen aus Holz oder Holzwerkstoffen bestehen derzeit entweder aus festen Beschichtungsmaterialien (Furnieren, Laminaten, Folien) oder flüssigen Beschichtungssystemen. Trotz ihrer Verschiedenartigkeit zeichnen sich diese Oberflächen durch Schichtdicken im Mikrometer- bis Millimeterbereich aus. Zusätzliche Funktionen werden durch das Einbringen von Pigmenten oder Additiven realisiert. Nachteilig sind dabei die hohen Einsatzmengen und die Dominanz im Farbton.

Eine Dünnschicht im Nano- oder Submikrometerbereich, die den Materialeinsatz reduziert und die Farbigkeit des Trägermaterials erhält, ist nicht bekannt. Ziel des Forschungsvorhabens ist daher die Entwicklung multifunktionaler Dünnschichten auf holzbasierten Materialien. Der Lösungsansatz des Forschungsprojekts setzt auf ressourcenschonende Dünnschichttechnologien, die bisher in Innenraumanwendungen wie dem Möbelbereich noch keinen Einsatz gefunden haben.