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Eine bessere Infektionsdiagnostik als gemeinsames Ziel

Die Alfaisal University Riad in Saudi-Arabien und das Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) arbeiten gemeinsam an neuen optischen Biosensoren für den Nachweis von Krankheitserregern, für die Therapieüberwachung sowie die Lebensmittel- und Umweltanalytik. In Jena diskutierten die Doktorandinnen und Doktoranden aus Riad die gemeinsamen wissenschaftlichen Ergebnisse mit den Partnern vor Ort.

Mohammed Zourob (links) besuchte mit vier Doktorandinnen und Doktoranden am 8. und 9. August das Leibniz-IPHT. Foto: Leibniz-IPHT

Insgesamt neun junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern arbeiten in gemeinsamen Projekten der Alfaisal University in Saudi-Arabien und des Leibniz-IPHT. Die Doktoranden aus Riad erforschen hoch-spezifische optische Biosensoren für die Infektionsdiagnostik und Bildgebung sowie miniaturisierte Analytikplattformen - Lab-on-Chip-Systeme - für biomedizinische und umweltanalytische Fragestellungen. 

Bereits seit drei Jahren besteht die wissenschaftliche Kooperation zwischen der Gruppe von Dr. Mohammed Zourob in Riad und dem Team von Prof. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-IPHT und Professor für Physikalische Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena (FSU Jena). „Der Ruf Jenas als herausragender Optik-Standort und Jürgen Popps Expertise auf dem Gebiet der optischen Infektionsdiagnostik haben mich dazu bewegt, Kontakt mit den Jenaer Forschern aufzunehmen,“ blickt Mohammed Zourob zurück. „Jetzt sind meine Studenten und ich regelmäßig für kurze Forschungsaufenthalte zu Gast am Leibniz-IPHT. Ich freue mich über die wirklich fruchtbare Zusammenarbeit, von der beide Partner profitieren“, so der Chemiker weiter. „Wir können die in Riad erforschten Biosensoren sehr gut mit den in Jena etablierten optischen Technologien für die Infektionsdiagnostik zusammenführen und so neue Einsatzgebiete erschließen“, beschreibt Popp die gemeinsamen Ziele.

Um die Kooperation nachhaltig zu festigen, sind längere Forschungsaufenthalte in Jena geplant. Dabei arbeiten die Doktorandinnen und Doktoranden sowohl mit dem Leibniz-IPHT als auch Partnern am Universitätsklinikum Jena und der FSU Jena zusammen. Zudem führen sie ihre Promotionsverfahren binational durch. Neben Mohammed Zourob, der die Forschungsarbeiten vor Ort in Riad betreut, stehen Jürgen Popp und sein Team um Dr. Dana Cialla-May als Kooperations- und Diskussionspartner mit umfangreichem Know-How auf den Gebieten der Spektroskopie, der Mikrofluidik sowie Lab-on-Chip-Technologien zur Seite. Mit den Forscherinnen und Forschern diskutieren sie regelmäßig den Fortschritt der Arbeiten und planen zukünftige Projekte. In wenigen Jahren sollen die ersten Doktorandinnen und Doktoranden ihre Promotion an der FSU-Jena abschließen.

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