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Das Leben im Fokus: Die Konferenz der Deutschen Gesellschaft für Zytometrie tagte in Jena

Knapp 200 Forscherinnen und Forscher kamen unter dem Motto „Life in Focus“ zur diesjährigen Tagung der deutschen Gesellschaft für Zytometrie (DGfZ) nach Jena in die Ernst-Abbe-Hochschule. Vom 4. bis zum 6. Oktober wurde die Jahrestagung das erste Mal in Jena ausgetragen und das Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) war Gastgeber und Ausrichter dieser Veranstaltung.

Impressionen von der 27. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zytometrie in Jena. Quelle: IPHT-Jena

Die Zytometrie ist ein unverzichtbares Analyseverfahren in der Biologie, Medizin und der Ökologie um Zellen und ihre genetischen, biochemischen und strukturellen Eigenschaften zu untersuchen. Um in diesem Wissenschaftsbereich Ideen auszutauschen sowie neue Methoden und Anwendungen zu diskutieren, trafen sich dieses Jahr wieder hochrangige, internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Jena. Die Themen reichten von der Analyse mikroskopisch kleiner Kunststoffpartikel, die als Mikroplastik eine Gefahr für die Umwelt darstellen, bis hin zur Aufklärung der Kommunikationswege zwischen einzelnen Zellen.

Insgesamt 23 verschiedene Firmen präsentierten aktuelle Produkte im Rahmen der Industrieausstellung um Kontakte zu knüpfen und bestehende zu vertiefen. Das Konferenzdinner am Abend des zweiten Tages bot einen geeigneten Rahmen für die Auszeichnung herausragender, wissenschaftlicher Leistungen. Den Klaus-Goerttler-Preis, der an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem herausragenden Promotions- oder Diplomabschluss auf dem Feld der Zytologie vergeben wird, wurde an Julia Reinhardt von der Universität Bonn verliehen. Dieser Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wird jährlich anlässlich der Jahrestagung verliehen. Außerdem gewann Andreas Kleiber, ein Nachwuchswissenschaftler des Leibniz Instituts, den Posterpreis im Wert von 200 Euro. Der Doktorand präsentierte auf seinem Poster ein Verfahren zur 3D-tomografisch bildgebenden Durchflusszytometrie, bei welchem von Zellen nacheinander, aus allen Raumrichtungen Messbilder erfasst werden. Mit dem ersten Prototyp können bereits mehr als 100 Zellen pro Sekunde in 3D vermessen werden.

 „Die diesjährige Tagung war mit fast 200 Teilnehmern eine der größten Tagungen in der Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Zytometrie. Besonders stolz bin ich darauf ein so hochkarätiges, wissenschaftliches Programm realisiert zu haben. Ich freue mich darauf, dass wir auch im kommenden Jahr wieder Gastgeber sein dürfen.“ – so zufrieden schließt der Tagungspräsident Wolfgang Fritzsche, Abteilungsleiter am Leibniz-IPHT, die Konferenz ab. 

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