Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) ist eine schwere und komplexe Erkrankung, für die bislang keine wirksame Behandlung etabliert ist. Ein zentrales Merkmal der Krankheit ist die sogenannte post-exertional malaise (PEM) – eine deutliche Verschlechterung der Symptome nach körperlicher oder geistiger Belastung.

Das Forschungskonsortium BioSig-PEM untersucht die biologischen Mechanismen verschiedener PEM-Phänotypen und schafft damit eine Grundlage für verbesserte Diagnose- und Therapieansätze. Dazu verbinden die Partner eine umfassende klinische Phänotypisierung mit immunmetabolischem Profiling, multimodaler Bildgebung des Gehirns sowie der Analyse endothelialer und mikrobiomassoziierter Marker.

Durch diese integrative Herangehensweise sollen zentrale pathobiologische Signaturen identifiziert werden, die mit Post-COVID-ME/CFS verbunden sind.

In enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Jena bringt das Leibniz-IPHT seine Expertise in der Raman-Spektroskopie ein. Am Leibniz-IPHT werden Blutproben von Post-COVID-ME/CFS-Patientinnen und -Patienten untersucht, um krankheitsspezifische molekulare Signaturen objektiv und nichtinvasiv zu identifizieren.

Der spektroskopische Ansatz soll neue Einblicke in individuelle PEM-Phänotypen ermöglichen und die Entwicklung mechanismusbasierter Strategien für Diagnostik und Therapie unterstützen.