Das Projekt zielt auf den gezielten Ausbau der Infrarot-Laserinfrastruktur am Leibniz-IPHT, um multispektrale und intelligente Abbildungs- und Diagnoseverfahren als lokale Schlüsseltechnologien zu entwickeln. Die neue Infrastruktur schafft die technologischen Voraussetzungen für anspruchsvolle optische Methoden und stärkt deren langfristige Verankerung in der Forschung am Institut.

Kern des Vorhabens sind Investitionen in hochspezialisierte Infrarot- und sichtbare Lasersysteme mit höchsten Repetitionsraten und außergewöhnlicher Stabilität, ergänzt durch präzise Nanopositioniersysteme sowie eine umfassende Ausstattung moderner adaptiver Optiken. Diese Komponenten bilden die Grundlage für zwei zentrale Infrastrukturmodule: ein optisch-photothermisches Infrarot-Mikroskop sowie eine optisch-intelligente Nah-Infrarot-Bilderkennung.

Im Teilprojekt VINIR liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Nutzung dieser Infrastruktur für neuartige bildgebende und datenverarbeitende Ansätze in der medizinischen Diagnostik. Ziel ist es, komplexe Muster in Zellen und Geweben in Echtzeit zu erkennen und zu charakterisieren – energieeffizient, hochpräzise und vollständig optisch. Die angestrebten Setups eröffnen neue Möglichkeiten für intelligente Analyseverfahren direkt auf optischer Ebene.

Die Förderung stärkt zentrale Kernkompetenzen des Leibniz-IPHT in drei Bereichen: in der integrierten Photonik, insbesondere bei der Charakterisierung und Optimierung eigener hochnichtlinearer Wellenleiter; im neuromorphen, neuronal inspirierten Computing mit optischen Signalen, aufbauend auf einem patentierten Grundprinzip; sowie in der intelligenten biomedizinischen Diagnostik, indem optische KI-Ansätze unmittelbar für die Analyse von Blutzellen und weiteren Proben nutzbar gemacht werden.

Das Vorhaben wird vom Freistaat Thüringen unter der Fördernummer 2024 FGI 0026 unterstützt und durch Mittel der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

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