Das Projekt adressiert eine zentrale Herausforderung der Gesundheitsforschung: die parallele und zeitaufgelöste Analyse biologischer Wechselwirkungen. Ziel ist die Erforschung einer Plattformtechnologie, die Biointeraktionen simultan und über definierte Zeiträume hinweg erfassen kann. Der Fokus liegt auf Anwendungen im pharmazeutischen und diagnostischen Umfeld.

Kern des Vorhabens ist der Einsatz von 2D-Sensormaterialien. Sie bilden die Grundlage für eine skalierbare Biointeraktionsanalytik, die mehrere Parameter gleichzeitig erfasst. Die Technologie soll sensitive Messungen ermöglichen und dabei Material- und Ressourcenverbrauch reduzieren. Damit schafft das Projekt Voraussetzungen für kosteneffiziente Analysen in Forschung und Entwicklung sowie in der Diagnostik.

Die Entwicklung erfolgt entlang einer vollständigen, interdisziplinären Wertschöpfungskette. Ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen untersucht die technische Machbarkeit der Sensorelektronik und demonstriert mögliche Einsatzszenarien der Plattformtechnologie. Dabei stehen sowohl die Herstellung der Sensoren als auch deren Integration in analytische Systeme im Mittelpunkt.

Das Kompetenzzentrum für Mikro- und Nanotechnologie des Leibniz-IPHT übernimmt innerhalb der Forschergruppe die lithographische Herstellung von Sensorarrays. Diese basieren auf Graphen-Feldeffekttransistoren (G-FET) und bilden die funktionale Grundlage der Biointeraktionssensorik. Durch die präzise Strukturierung der Arrays lassen sich parallele Messungen und eine zeitaufgelöste Datenerfassung realisieren.

Das Projekt wird vom Freistaat Thüringen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus gefördert (Förderkennzeichen: 2023 FGR 0068).

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