Ziel von QUANTIFISENS ist es, komplexe sensorische Anforderungen ganzheitlich zu lösen – durch die Verbindung von Glasfasertechnologie, präziser Messtechnik und selbstlernender Software. Das Projekt greift dafür Prinzipien aus der Quantentechnologie auf und überträgt sie auf leistungsfähige Sensorsysteme für anspruchsvolle Anwendungen.

Im Zentrum steht die Entwicklung omnifunktionaler Fasersensorsysteme, die sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen. Damit sollen Eigenschaften und Leistungsparameter erreicht werden, die mit bisherigen Lösungen nicht oder nur eingeschränkt möglich sind. QUANTIFISENS verfolgt damit einen integrativen Ansatz: Komponenten, Module und Software werden von Beginn an gemeinsam gedacht und aufeinander abgestimmt. 

Das Bündnis aus 13 Partnern vereint elf Technologieunternehmen – darunter kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups und Großunternehmen – mit zwei Forschungseinrichtungen, dem Fraunhofer IOF und dem Leibniz-IPHT. Die Kooperation verbindet wissenschaftliche Expertise mit technologischer Agilität und industrieller Erfahrung. So entsteht eine breite Innovationsbasis für die Entwicklung marktfähiger Lösungen.

Zunächst konzentriert sich das Projekt auf zwei Zielmärkte: die medizinische Bildgebung und die Infrastrukturüberwachung. In beiden Bereichen bietet die optische Fasersensortechnologie deutliche Vorteile gegenüber etablierten Verfahren oder erschließt Anwendungen, die bisher nicht zufriedenstellend lösbar waren. Zugleich handelt es sich um Märkte mit hoher Relevanz und weiterem Wachstumspotenzial.

Die Zusammenarbeit im Bündnis gliedert sich in fünf thematische Schwerpunkte: optische Fasertechnologie, streuungsbasierte Messtechnik, Quanten- und Lasertechnologie, Software und Datenanalyse sowie omnifunktionale Systemintegration. Aus diesem Zusammenspiel sollen Sensorlösungen entstehen, die effizient, datensparsam und präzise arbeiten.