Daniela Täuber erhielt ihren Doktortitel 2011 an der TU Chemnitz über die Untersuchung von Diffusion und intermolekularen Kräften in eingeschränkter weicher Materie mithilfe von Einzelmolekülverfolgung und Fluoreszenzkorrelationsspektroskopie (FCS) in der Optischen Spektroskopie und Molekülphysik bei Christian von Borczyskowski. Dabei ermöglichte es ihr ein gemeinsames Forschungsprojekt DAAD/MinCyT (2009/10 DA0807) mit C. von Borczyskowski, sowie B. Araóz und P.F. Aramendía, Photochemiegruppe, Universidad de Buenos Aires, Argentinien, erste internationale Beziehungen aufzubauen, einschließlich von vier Monaten Forschungsaufenthalt in Buenos Aires.


Aus familiären Gründen blieb sie zunächst in der Gruppe und widmete sich der Untersuchung von Struktur und Dynamik in dünnen Flüssigkristallfilmen, wofür sie eine Anwendung von FCS auf reflektierenden Grenzflächen entwickelte, die eine Verbesserung der vertikalen Auflösung auf unter 100 nm ermöglicht. 2013 wechselte sie in die Sensorik und kognitive Psychologie zu Michael Schulz, der die von ihrem Doktorvater initiierte Professur nach dessen Wechsel in den Ruhestand vertretungsweise betreute und wo sie auch Lehrverantwortung übernahm.

Ein eingeworbenes Forschungsstipendium (DFG-TA 1049/1) ermöglichte ihr 2014 den Wechsel zu Ivan Scheblykin in die Einzelmolekülspektroskopie an die Universität Lund in Schweden, wo sie mithilfe zweidimensional-polarisationsaufgelöster bildgebender Fluoreszenzmikroskopie (2D POLIM) an Photophysik sowie Mikro- und Nanostruktur konjugierter Polymere für die Anwendung in der organischen Photovoltaik forschte und ein Projekt zur ex vivo-Untersuchung früher Aggregationsstufen von mit GFP markiertem, humanen alpha-synuclein in einem Model für Parkinsonerkrankung übernahm. Mit einem Stipendium der Universität Lund verlängerte sie ihren Aufenthalt bis 09/2017.


Im Oktober 2017 wechselte nach Jena an das Leibniz-IPHT und begann Anfang 2018 mit dem Aufbau von Kooperationen am Universitätsklinikum in Jena. Insbesondere ermöglichte ihr ein von Laserlab-Europe gefördertes Messprojekt (LLC002451) Untersuchungen am 2D POLIM Messplatz in Lund zur Erforschung von Verlauf und Therapie für systemische Infektionen mit aussichtsreichen Ergebnissen, die sie auf Einladung am jährlichen Nutzertreffen von Laserlab Europe 11/2018 in Paris präsentierte. Im Juli 2018 war sie als Expertin zu Nanospektroskopie (Fluoreszenzmikroskopie und photo-induzierte Rasterkraftmikroskopie) von der Europäischen Kommission eingeladen zum TAIEX Regional Workshop on Biomedical Engineering - Nanotechnology in Mostar/Bosnien-Herzegowina beizutragen mit dem Ziel der wissenschaftlichen Aufbauarbeit für die Balkanstaaten.


Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf dem Aufbau und der Weiterentwicklung von polarisationsaufgelöster Fluoreszenzmikroskopie sowie dazu komplementären, markerfreien Methoden zu Nano-IR-spektroskopischer Bildgebung (NanIR) für den Einsatz im Zusammenhang mit emergenten und innovativen biomedizinischen Fragestellungen.

Ab Dez. 19 förderte die Friedrich-Schiller-Universität Jena ihre Forschung und die Weiterverfolgung ihrer Nachwuchskarriere für sechs Monate über ein Postdoktorandinnenstipendium im Rahmen des Thüringer Programms zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchskünstlerinnen.
Seit Juni 2020 ermöglicht ihr ein eingeworbens DFG-Projekt TA 1049/2: Live2DPOLIM am Leibniz-IPHT die Weiterentwicklung und Anwendung von 2D polarisationsaufgelöster Fluoreszenzmikroskopie und komplementärer Nano-IR-spektroskopischer Bildgebung für biomedizinische Fragestellungen.
Daniela Täuber nimmt am Mentoring-Programm des UniBUNDes Halle-Jena-Leipzig zur Förderung der akademischen Weiterentwicklung von Postdoktorandinnen teil und arbeitet an ihrer Habilitation an der Physikalisch-Astronomischen Fakultät der FSU Jena.


Daniela Täuber's research team profile: http://biopolim.de/

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