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Volker Deckert zum OSA Fellow 2021 gewählt

Die international tätige Optical Society ehrt den Nanoskopie-Experten vom Leibniz-IPHT für seine Beiträge zur Erforschung der Raman-Spektroskopie

 

Prof. Volkert Deckert Foto: Sven Döring/ Leibniz-IPHT

Für seine Forschung zur hochauflösenden Raman-Spektroskopie und insbesondere der spitzenverstärkten Raman-Spektroskopie hat die amerikanische Optical Society (OSA) Volker Deckert zum OSA Fellow 2021 gewählt. Mit der Ehrung würdigte die Gesellschaft in diesem Jahr 118 Mitglieder aus 24 Ländern für herausragende Beiträge auf dem Gebiet der Optik und Photonik. „Ihre Wahl durch Ihre Kolleginnen und Kollegen ist eine Bestätigung Ihrer beeindruckenden Leistungen auf unserem Gebiet“, hob OSA-Präsident Stephen Fantone in seiner Gratulation an die Fellows hervor. „Ich danke Ihnen für Ihr Engagement für die OSA und für die Förderung der Wissenschaft des Lichts.“

Volker Deckert leitet die Forschungsabteilung Nanoskopie am Leibniz-IPHT und ist Professor für Nanospektroskopie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Schwerpunkte seiner Forschung sind Raman-Spektroskopie, optische Nahfeldmikroskopie und Plasmonenverstärkung. Mit seiner auf spitzenverstärkter Raman-Streuung (TERS) basierenden Methode macht er es möglich, Oberflächen markierungsfrei und bis auf Einzelmolekülebene genau zu charakterisieren. Für innovative Arbeiten auf diesem Gebiet hatte er im März 2020 bereits den Ellis R. Lippincott Award der OSA, der Coblentz Society und der Society for Applied Spectroscopy erhalten.

Mit höchster Auflösung sichtbar machen, woraus Diamanten sind

Ziel seiner Forschung sei es, die Grenzen der räumlichen Auflösung für markierungsfreie Techniken zu erweitern“, sagt Volker Deckert. Was ihn antreibe, seien vor allem Fragen aus der Chemie und Biochemie, auf die nur Strukturinformationen mit der höchsten Auflösung eine Antwort liefern — wie die Oberfläche von einzelnen Proteinen beschaffen ist, zum Beispiel. Diese Studien, so Deckert, lieferten Aufschluss für theoretische Konzepte hinter der oft überraschenden lateralen Auflösung.

Die 1916 gegründete Optical Society ist mit derzeit 23.000 Mitgliedern aus mehr als 100 Ländern nach eigenen Angaben der führende Fachverband für Optik und Photonik. 10 Prozent der Mitglieder können in den Rang eines OSA-Fellow gewählt werden. In diesem Jahr waren hierfür 261 Nominierungen von derzeitigen OSA-Fellows eingereicht worden.

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