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Irische Nachwuchsforscherin gewinnt Dissertationspreis

Für die Erforschung einer optischen Platform zur Erkennung von Krankheitserregern wurde Brenda Doherty mit dem Best-Thesis-Award der IBA Heiligenstadt ausgezeichnet. Ihre Promotion erarbeitete sie in den Abteilungen Faserphotonik und Nanobiophotonik.

 

Dr. Brenda Doherty wurde mit dem "Best Thesis Award" der IBA Heiligenstadt ausgezeichnet. Foto: privat

Schematische Darstellung des hybriden optofluidischen Sensors. Grafik: B. Doherty

Querschnitt der verwendeten Sensorfasern

Einen Tag vor dem Lockdown hat sie ihre Dissertation verteidigt — jetzt hat Dr. Brenda Doherty dafür den Best-Thesis-Award 2020 des Instituts für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (IBA) Heiligenstadt gewonnen. An der Schnittstelle zwischen Nanobiophotonik und Faserphotonik erforschte die junge Wissenschaftlerin am Leibniz-IPHT und der Universität Jena eine optische Plattform, um Krankheitserreger nachzuweisen. Dazu kombinierte sie plasmonische Nanopartikel mit einer speziellen mikrostrukturierten optischen Faser zu einem hybriden optofluidischen Sensor. „Das Verfahren könnte zum Einsatz kommen, um Krankheitserreger in Gewässern aufzuspüren“, erläutert Brenda Doherty. „Dazu gehören Legionellen, die eine Lungenentzündung verursachen, oder Aspergillus- oder Candida-Arten, die Pilzinfektionen und sogar eine Sepsis auslösen können.“

Inspiration für ihre Forschung liefert die Natur

Nach ihrem Bachelor-Abschluss am Trinity-College in Dublin ist Brenda Doherty von Irland nach Deutschland gezogen. „Ich bin nach Jena gekommen, um in der ‚Stadt des Lichts‘ an einer bekannten Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der Photonik zu arbeiten und um eine neue Sprache und Kultur kennenzulernen“, erzählt sie. Im Rahmen eines deutsch-kanadischen Graduiertenkollegs setzte sie sich außerdem für einen Wissensaustausch und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der optischen Technologien zwischen beiden Ländern ein.

Seit kurzem lebt die promovierte Physikerin in Hamburg. Mit ihren Kenntnissen in der Erforschung optischer Sensoren möchte sie künftig Anwendungen auf dem Gebiet der Umwelt- oder Weltraumwissenschaften entwickeln. „Meine Leidenschaft gilt den Bereichen, in denen wir die Natur erforschen oder uns wissenschaftlich von ihr inspirieren lassen können“, sagt Brenda Doherty „Meine Forschungsergebnisse in der realen Welt umzusetzen, ist das, was mich antreibt.“

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