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Schneller sein im Kampf gegen Infektionskrankheiten: Startschuss für neues Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung in Jena

Leibniz-IPHT und drei weitere Jenaer Forschungseinrichtungen unterzeichnen Kooperationsvertrag für die europaweit einmalige Infrastruktur zur Erforschung lichtbasierter Gesundheitstechnologien

Von links: Dr. Brunhilde Seidel-Kwem (Kaufmännischer Vorstand und Sprecherin des Vorstandes des Universitätsklinikums Jena), Prof. Dr. Walter Rosenthal (Präsident der Friedrich-Schiller-Universität Jena), Prof. Dr. Axel A. Brakhage (Direktor Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut) und Prof. Dr. Jürgen Popp (Wissenschaftlicher Direktor Leibniz-Institut für Photonische Technologien). Foto: Leibniz-IPHT

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung im Senatssaal der Universität Jena

Das neue Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) in Jena startet zum 1. Juli 2020 — parallel zum Aufbau seiner administrativen Strukturen — mit konkreten Projekten zur Erforschung lichtbasierter Technologien für die Diagnostik und Therapie von Infektionskrankheiten. „Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie dringend wir neue Ansätze im Kampf gegen Infektionskrankheiten brauchen. Das LPI schafft hier in Jena eine europaweit einmalige Forschungsinfrastruktur für internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, um solche Lösungen gemeinsam zu erforschen und schnell auf den Markt zu bringen“, so Prof. Dr. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) und Sprecher des neuen Forschungszentrums anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für das LPI am 17. Juni 2020 in Jena.

Neubau auf dem Campus des Universitätsklinikums

Das vom Bund mit 124 Millionen Euro zu fördernde Zentrum wird getragen von vier Jenaer Partnern: der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Universitätsklinikum, dem Leibniz-IPHT sowie dem Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI). „Dieser Forschungsneubau auf dem Gelände unseres Klinikums profiliert den Campus in Lobeda nicht nur als zentralen Standort interdisziplinärer universitärer Patientenversorgung, sondern auch als Integrationszentrum von klinischer Forschung und Grundlagenforschung“, so Dr. Brunhilde Seidel-Kwem, Sprecherin des Vorstands des Universitätsklinikums Jena. Die offizielle Aufbauphase für das neue Leibniz-Zentrum beginnt im Januar 2021. Ab 2026 soll das Zentrum Spitzenforschenden aus der ganzen Welt offen stehen.

„Wir erleben derzeit, wie rasant sich eine Pandemie in unserer globalisierten Welt ausbreiten kann. So rasant, dass kaum Zeit bleibt, angemessen zu handeln“, betont Jürgen Popp. Eine weitere Bedrohung sei die Ausbreitung multiresistenter Keime. „Jeden Tag sterben 2000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit Bakterien, gegen die kein Antibiotikum mehr hilft. Infektionskrankheiten zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Wir brauchen gute Ideen, unkonventionelle Ansätze und Lösungen, die zügig vom Labor ans Krankenbett gelangen.“

Zügige Lösungen im Kampf gegen multiresistente Keime

Dazu stellt das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung künftig einen Unterbau bereit. Mit kurzen Wegen und klaren Übergabepunkten bis zur Marktreife sollen internationale Forschende aus Naturwissenschaften, Technologieentwicklung und Medizin sowie Anwender aus der Industrie bei der raschen Umsetzung innovativer Methoden unterstützt werden. Das Bundesforschungsministerium setzte das LPI im September 2019 auf die zukunftsweisende Nationale Roadmap für Forschungsinfrastrukturen.

„Das LPI bietet die Möglichkeit, Diagnostik und Therapie zu verknüpfen“, so Prof. Dr. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena. „Aus medizinischer Sicht eröffnet das eine große Vision: bei therapeutischen Ansätzen ganz neue Wege zu gehen.“ — „Wir wollen Vorreiter sein für Ansätze, von denen wir glauben, dass sie die medizinische Agenda der nächsten zehn bis 20 Jahre bestimmen werden, etwa mit der Erforschung biologischer Therapeutika“, ergänzt Prof. Dr. Axel A. Brakhage, Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut.

Das neue Zentrum bereichere den Forschungsstandort Jena — und umgekehrt, betont Universitätspräsident Prof. Dr. Walter Rosenthal: „Das LPI könne die Diagnostik von Krankheitserregern revolutionieren, urteilte der Wissenschaftsrat“, so Rosenthal. „Dass dies in Jena geschieht, ist kein Zufall. Die Verknüpfung von photonischen Technologien, Grundlagenforschung und klinischer Anwendung zeigt die Stärken des Standorts. Universität, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Wirtschaft sind hier gut vernetzt und machen den Standort für hochqualifizierte Wissenschaftler aus aller Welt attraktiv.“

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