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Neue Vorstandsmitglieder am Leibniz-IPHT

Seit dem 1. Mai 2017 sind Frau Prof. Ute Neugebauer und Herr Prof. Benjamin Dietzek stellvertretende wissenschaftliche Direktoren am Leibniz-Institut für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT). Prof. Hartmut Bartelt, der bisher in dieser Funktion tätig war, verabschiedete sich vergangenen Monat in den Ruhestand.

Die neuen stellvertretenden wissenschaftlichen Direktoren am Leibniz-IPHT: Ute Neugebauer und Benjamin Dietzek. Quelle: IPHT

Die beiden jungen Wissenschaftler setzen sich für die weitere Stärkung des Forschungsprofils und die wissenschaftliche Entwicklung des Instituts ein. Dazu gehört die Nachwuchsförderung am Leibniz-IPHT mit dem Schwerpunkt auf Chancengleichheit. Aus eigener Erfahrung weiß Ute Neugebauer, wie wichtig gezielte Förderinstrumente sind: „Der Aufbau und die Leitung einer eigenen Forschergruppe am Institut war für mich die Gelegenheit meine eigenen Forschungsinteressen intensiv zu verfolgen und Motivation eine akademische Laufbahn einzuschlagen. Wir möchten exzellenten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern berufliche Perspektiven am Institut bieten und ihnen den Sprung in die wissenschaftliche Selbständigkeit erleichtern“, beschreibt Neugebauer das Ziel.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die strategische Forschungs- und Entwicklungsplanung sowie die Internationalisierung des Instituts. „Mit der University of California Davis (UC Davis) und dem Institut Teknologi Sepuluh Nopember (ITS) im indonesischen Surabaya konnten wir dieses Jahr bereits zwei langfristige Kooperationen mit international angesehenen Forschungseinrichtungen etablieren. Vom wissenschaftlichen Austausch und gemeinsamen Ausbildungsprogrammen profitieren Studenten und Beschäftigte am IPHT und den Partnerinstituten“, fasst Benjamin Dietzek zusammen.

Zu den Personen

Ute Neugebauer studierte Chemie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der University of North Carolina at Chapel Hill, USA. Nach ihrer Promotion auf dem Gebiet der physikalischen Chemie arbeitete sie am Biomedical Diagnostics Institute in Dublin, Irland. Dem IPHT gelang es die erfolgreiche Forscherin an den Standort Jena zurückzuholen. Neugebauer übernahm im Mai 2011 die Leitung der gemeinsamen Nachwuchsgruppe "Klinisch-Spektroskopische Diagnostik". Sie habilitierte sich 2015 mit einer Arbeit über "Spektroskopie für die medizinische Diagnostik" und erhielt am 1. April 2016 den Ruf auf eine Professur für Physikalische Chemie an der Chemisch-Geowissenschaftlichen-Fakultät der Universität Jena. Der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten von Ute Neugebauer liegt in der Erforschung von spektroskopischen Ansätzen zur besseren und schnelleren Diagnose und Therapie von Infektionskrankheiten und Sepsis. Die enge Anbindung Neugebauers an das Universitätsklinikum ist Voraussetzung für den erfolgreichen Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in die Medizin.

Benjamin Dietzek studierte Physik an der Universität Würzburg und der State University of New York, Stony Brook. In Würzburg promovierte er auf dem Gebiet der ultraschnellen linearen und nichtlinearen Spektroskopie und ging im Anschluss zunächst nach Schweden, wo er sich mit der Ultrakurzzeitspektroskopie beschäftigte. 2007 forschte Dietzek im Rahmen eines Feodor-Lynnen Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung am MIT in Cambridge. Nach Jena kam der Physiker 2008 und etablierte am IPHT die Forschergruppe Ultrakurzzeitspektroskopie. Bereits zwei Jahre später habilitierte er sich an der Universität Jena im Fach Physikalische Chemie und erhielt 2011 den Ruf auf die Professur für Physikalische Chemie mit dem Schwerpunkt Molekülspektroskopie in der kondensierten Phase. Seit 2013 leitet er die Forschungsabteilung Funktionale Grenzflächen am IPHT. Die wissenschaftlichen Arbeiten von Dietzek befassen sich mit der Untersuchung fotoinduzierter Prozesse sowohl in Halbleiternanostrukturen als auch in molekularen Systemen, welche in komplexen Struktur-Funktions-Zusammenhängen stehen, z.B. in Molekül-Halbleiter-Hybridmaterialien oder zellulärer Umgebung.

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